Pfingsten
Leitmotiv: Der Heilige Geist
Wochenspruch: „„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ Sacharja 4,6

Samstag: Wochenspruch

Was soll geschehen? Dass der Mensch zum Menschen wird. Heilig ist der Heilige Geist, weil er bewegt, was heilig ist. Heilig ist der höchste Wert, der durch nichts relativiert werden und darum auch nicht angetastet werden kann. Die Menschwerdung Gottes ist die Heiligung der Menschlichkeit. Es gibt keinen Unterschied mehr: Gott wird Mensch, das heißt: das Göttliche wird zum Menschlichen. Darum lässt sich der Geist beim Pfingstereignis symbolhaft auf die Glaubenden nieder und erfüllt sie. Es ist kein Unterschied mehr zwischen ihrem Geist und Gottes Geist.

Das Gegenteil ist „Heer oder Kraft“. „Heer“ ist die rücksichtslose Durchsetzung von Machtinteressen, „Kraft“ sind die Kraftakte der Kraftmeierei. Heer und Kraft sind Geistlosigkeit; man kann auch sagen: Sie sind Dummheit. Intelligenz ist, vernünftig eingesetzt, ein gutes Mittel gegen Dummheit, aber Intelligenz ohne Vernunft verleiht der Dummheit erst wirklich Macht und Gefährlichkeit.

Der Heilige Geist ist der Geist der Weisheit. Die Weisheit ist zutiefst mit der Demut verbunden. Wahre Demut ist weise Demut und wahre Weisheit ist demütige Weisheit. Von der Weisheit gilt genau wie von der Demut: Wer immer meint, sie zu haben, ist dumm. Wir können sie nicht haben; sie kann uns nur antreiben und ziehen. Sie ist Wirkung des Heiligen Geistes.


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