Palmarum
Leitmotiv: Der Passionsweg
Wochenspruch: „Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.” Johannes 3,14-15

Gründonnerstag: „Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Gott.“ Ps 111,4

Unser Gedächtnis prägt unser Gedenken. Das, woran wir denken, nährt sich aus unserer Erinnerung. Unsere Zukunft gestalten wir aus den Bausteinen unserer Erinnerung. Das, was uns gestern wichtig wurde, soll uns auch in Zukunft wichtig sein. Aus der Vergangenheit entnehmen wir unsere Zielbestimmungen. Im hebräischen Denken liegen folgerichtig die Bezugspunkte für die Orientierung in der Zukunft in der Vergangenheit, wie bei einem Ruderer, der mit dem Rücken zum Ziel im Boot sitzt und den Kurs hält, indem er einen Punkt an dem Ufer fixiert, von dem er sich entfernt.

Der Bezugspunkt des christlichen Lebens ist sein Ausgangspunkt. Wir entfernen uns vom Ausgangspunkt, aber wir entfernen uns nur angemessen, indem wir ihn fokussieren. Unser Ausgangspunkt ist die Passion Christi. Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern vor der Kreuzigung, für uns das erste Abendmahl in der Tradition des Sakraments.

Das Abendmahl ist Erinnerungsmahl, damit wir nicht vergessen, was er uns Gutes getan hat, er, der uns alle Sünde vergibt und alle unsere Gebrechen heilt, er, der unseren Mund fröhlich macht und uns Erneuerung schenkt wie einem Adler, dessen Gefieder sich erneuert, er, der unendlich gnädig und barmherzig ist (Ps 103). Das Abendmahl ist das Erinnerungszeichen an das absolut positive Gottesbild, das allein des Glaubens würdig ist.



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