Pfingsten
Leitmotiv: Der Heilige Geist
Wochenspruch: „„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ Sacharja 4,6

Freitag: Römer 8,1-11

Nicht Geist und Natur, Pneuma und Psyche, stehen im Gegensatz zueinander, sondern Geist und „Fleisch“. Für „Natur“ und „Psyche“ verwendet Paulus hier das Wort „Leib“. Der Leib sei „tot um der Sünde willen“. Er soll aber durch den Geist auferweckt werden. Der Geist ist also das, was den Leib lebendig macht.

Der Leib ist „tot um der Sünde willen“, weil die empirische Realität der Sünde nicht entkommt. Im Kapitel zuvor sagt Paulus, sie sei ein „Gesetz in unseren Gliedern“. Sie ist dem Leib sozusagen eingraviert. Das Böse haftet uns an. „Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist“ (Rö 7,23). Jeder Mensch befindet sich im Zwiespalt: Mein Geist will das Gute, aber die empirische Realität ist anders.

Der gute Wille meines Geistes trifft auf den guten Willen des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist inspiriert meinen Geist, damit ich das Böse besiege. Der Heilige Geist ermutigt mich, nicht aufzugeben.

„Fleischlichkeit“ ist nicht nur das anhaftende Böse, sondern die Folge der Entmutigung. Fleischlich ist, wer sich dem Bösen beugt. Die Einwilligung in das Böse gibt ihm den Anschein des Guten. Die Lüge manifestiert sich in uns, indem sie als Wahrheit auftritt. Grund für die Herrschaft des Bösen durch die Lüge ist die Entmutigung. Jeder Mensch weiß um das Gute, aber es scheint viele Gründe dafur zu geben, es zu leugnen. Wer es aber leugnet, verliert die Wahrheit, und wer die Wahrheit aufgibt, verknechtet sich der Sünde.



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